| Raks
Sharki |
Bharata
Natyam |
| ...ist
geschichtlich kaum belegt bis ins 18. Jahrhundert, hat seine Wurzeln
aber
mit Sicherheit schon in grauer Vorzeit als Geburtstanz. |
...
ist schon vor
ca. 2000 Jahren schriftlich festgelegt worden. Viele der Figuren an
Tempeln
stehen in Posen, die noch heute im Tanz vorkommen. |
| ...wurde
und wird vor allem unter Frauen zu privaten Anlässen getanzt. Dazu
kommen professionelle Tänzerinnen, die an Festen auftreten.
Früher
tanzten auch Zigeunerinnen auf der Strasse. |
...wurde
früher
im Tempel aufgeführt. Der Tanz diente zur Verehrung der
Götter.
Auch heute noch braucht es bestimmte Bedingungen auf einer Bühne,
damit er korrekt dargeboten werden kann. |
| ...hat
keine Lehr-Tradition. Er wurde einfach in der Familie weitergegeben.
Seit
er auch im Westen populär geworden ist, wird über
einheitliche
Bezeichnungen für Bewegungen schon seit längerem diskutiert. |
...wurde
z. T. auch
von der Mutter auf die Tocher weitergegeben. Heute vor allem von Gurus
an ihre Schüler. Dabei sind die Bewegungen genau vorgegeben und
haben
Namen und entsprechende Rhythmus-Silben. |
| ...kam
und kommt
immer wieder in Konflikt mit der Religion (Islam. Musik und Tanz werden
von frommen Muslimen als Ablenkung von Gott empfunden. Außerdem
ist
die Tänzerin eine Frau, die sich vor Männern zeigt, die nicht
zu ihrer Familie gehören und sie verdient ihr Geld selber und ist
so unabhängig von einem Mann. Damit entspricht sie natürlich
nicht dem islamischen Frauenbild. Die meisten Tänzerinnen im
islamischen
Raum sind dennoch verheiratet, oft mit Musikern.
|
...IST
Religion.
Im Hinduismus tanzen alle Götter, ja die Welt soll durch Shiva im
Tanz erschaffen worden sein. Durch die Tänzerin kommt der
Zuschauer
den Göttern näher. Die Tänzerin war früher mit dem
Gott, dem ihr Tempel geweiht war, verheiratet, nahm sich also keinen
menschlichen
Ehemann, konnte aber einen Geliebten haben. Nachdem der Tanz
während
der Kolonialzeit von den Engländern verboten und in Verruf
gekommen
war, wird er heute wieder immer mehr getanzt.
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| ...ist
"der weiblichste Tanz der Welt". Seine Bewegungen sind sinnlich und
feminin.
Es gibt zwar männliche Lehrer und auch einige Tänzer, aber
grundsätzlich
ist es ein Frauentanz.
|
...hat
sowohl weibliche,
runde, als auch männliche, zackige, Bewegungen. Neben den vielen
Tänzerinnen
sich auch Tänzer anerkannt - sie übernehmen z. B. die Rollen
der männlichen Götter. |
| ...wird
auf flachen
Füssen oder den Ballen getanzt. Der Gang ist eher fließend,
die Füße werden nicht hoch gehoben, es sollte kein Schritt
hörbar
sein. Viele Bewegungen sind körperintern, so kann auf kleinem Raum
getanzt werden.. |
...betont
die kräftigen,
rhythmischen Stampfer noch mit je 100 Glöckchen an den
Fußgelenken
der Tänzerin. Es gibt Sprünge und Hüpfer. Er ist
raumergreifend
und braucht genügend Platz, um sich entfalten zu können. |