Mata
Hari
Mata Hari, der Inbegriff
der Verführung, wurde 1876 geboren. Zuerst verlief ihr Leben in
relativ
geordneteten Bahnen:
Sie besuchte
eine
Klosterschule und heiratete mit 18 Jahren den britisch stämmigen
Campbell
Mac Leod. Er war Hauptmann in der niederländischen Armee. Die Ehe
dauerte nur vier Jahre an.
Margaretha Geertruida
Zelle, so hieß sie eigentlich, ließ sich dann in Paris
nieder.
Seit ca. 1900 arbeitete sie als Erotiktänzerin auf privaten
Festlichkeiten.
Durch einen
Waschmittelfabrikanten
soll sie den Künstlernamen Mata Hari (Auge des Morgens) bekommen
haben.
Sie wurde in Lörrach,
um 1907, zur Spionin ausgebildet und arbeitete als deutsche Agentin in
Frankreich. Da sie eine Schwäche für hochranige Offiziere der
Allierten besaß und sie zu ihren Liebhabern machte, soll sie
während
des 1. Weltkriegs Militärgeheimnisse gesammelt haben (unter
anderem
der deutsche Konsul in Amsterdam und der Militärattachè von
Kalle).
Ob sie sich auch
prostituierte ist streitbar. Geld soll sie jedenfalls genommen haben-
wofür,
weiß keiner so recht. Sie wurde 1917 in Frankreich als Spionin
für
das Deutsche Reich verhaftet und am 15.10.1917 in Vincennes
hingerichtet.
Sie stand in dem Ruf, eine Doppelagentin gewesen zu sein.
Ihr Kopf kam in das
anatomische Museum von Paris. Dort scheint er heute aber nicht mehr
auffindbar
zu sein. Nach der Aussage des Medizinprofessors Paul de Saint-Maur soll
sie rothaarig gewesen sein.
Die Mata-Hari Stiftung
Leeuwarden (Niederlande) kämpft um ihre Rehabilitierung und der
Hisroriker
Leon Schirmann spricht von Aktenunterschlagung und Geheimdienst
Intriegen.
Nach fast einem Jahrhundert ist Mata Hari immer noch ein Geheimnis!
Quellen:
1.
Wendy Buonaventura, "Die Schlange vom Nil", nur über
"Zweitausendeins",
6. Auflage
1997, u.a. S. 93 (Bild von Mata Hari)
2.
CD-Rom:
"Microsoft Encarta Enzyklopädie Plus 2000", Microsoft, 2000,
Stichwort
"Mata Hari"
3.
WAZ vom 16.10.2001, Hauptseite,
Artikel "Der Kampf um die Ehre der Mata Hari"
4."
Wer war nochmal Salome",
Unterpunkt: "Die Spionin Mata Hari-wer hat sich ihren Kopf
geholt?",
Halima Nr. 4/ 2000, S. 8 und 9.
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